Haben Sie einen wahren Stubentiger zu Hause? Oder wollen Sie sich eine Wohnungskatze anschaffen? Dann ist die Katzentoilette unumgänglich, denn sobald eine Katze nicht draußen ihr Geschäft machen kann, braucht sie einen anderen Ort dafür. Wir helfen Ihnen bei der Wahl des richtigen Katzenklos und erklären, was Sie alles beachten müssen.

Das ideale Katzenklo – so sieht es aus!

Bei der Wahl der richtigen Katzentoilette gibt es tatsächlich einiges zu beachten. Zuerst einmal wäre da die Größe des Klos selbst, dann auch seine Beschaffenheit – Stichwort: mit oder ohne Deckel? – und natürlich auch die Optik. Im Folgenden beraten wir Sie zuerst einmal zu diesen Grundaspekten.

Welche Größe muss es haben?

Besonders entscheidend darüber, ob Ihre Katze eine Katzentoilette annimmt oder nicht, ist deren Größe. Dabei brauchen die Samtpfoten auf jeden Fall genug Platz, um im

Streu zu scharren. Zudem ist es natürlich wichtig, dass sie auch komplett in dem Klo verschwinden können und sich darin einmal um sich selbst drehen können.

Das bedeutet, dass eine Norwegische Waldkatze oder eine Mainecoon logischerweise eher ein Katzenklo im XXL-Format benötigt. Hingegen geben sich die typischen europäischen Hauskatzen meist mit einer Standardgröße zufrieden.

Die Katze erledigt Ihr Geschäft auf dem für sie perfekten Katzenklo

Haben Sie die perfekte Dimension gefunden, ist auch die Aufmachung entscheidend. Besonders wichtig ist dabei, dass der Rand hoch genug ist. Nur dann können Sie 1. genug Einstreu einfüllen und 2. auch den Urin der Katze(n) auffangen. Pullert ein Kater nämlich mal im Stehen, kann es bei einer zu niedrigen Schale passieren, dass der Urin am Ziel vorbeigeht – kein besonders schönes Erlebnis…

Von Deckeln und Klappen

Häufig werden Sie Katzenklos begegnen, die wie eine Höhle geformt sind und teilweise sogar noch mit einer Katzenklappe abgedeckt werden. Welche Variante Sie einsetzen, ist im Endeffekt allein von Ihrem Vierbeiner abhängig. Gerade schüchterne oder ängstliche Katzen bevorzugen oft die geschlossenen Varianten. In diesen kleinen „Höhlen“ fühlen sie sich geschützt und unbeobachtet.

Hingegen gibt es auch durchaus Tiere, die eine Katzentoilette mit Deckel nicht akzeptieren und erst wieder sauber werden, wenn man diesen abnimmt. Ähnlich verhält es sich auch mit der Katzenklappe. Diese muss für die Samtpfoten leicht zu öffnen sein und sorgt gleichzeitig dafür, dass der unangenehme Geruch meist im Haus bleibt. Dieser Vorteil wird aber gleichzeitig zum Nachteil – riecht es für die Katzen zu unangenehm, neigen sie dazu ihr Geschäft außerhalb zu verrichten.

Ein komplett geschlossenes Katzenklo bringt aber noch einen Vorteil mit sich: Da Katzen von Natur aus ihre Hinterlassenschaften vergraben, kommt es schon einmal vor, dass die Streu überall verteilt wird. Handelt es sich jedoch um einen abgeschlossenen Raum, passiert das nicht so schnell und Sie müssen auch nicht jeden Tag kehren oder staubsaugen.

Das stille Örtchen – doch wo denn eigentlich?

Haben Sie ein geeignetes Katzenklo gefunden, geht es darum den passenden Platz dafür zu finden. Dabei gilt es einiges zu beachten. Zuerst müssen Sie wissen, dass sich unsere Samtpfoten gern in Ruhe niederlassen wollen, wenn sie ihr Geschäft verrichten. Darum eignet sich eine Ecke besser als eine offene Umgebung.

Zudem wird die Toilette, auch wenn Sie sie noch so oft reinigen, ab und zu einmal einen unangenehmen Geruch abgeben. Um diesen für Sie angenehmer zu machen, sollten Sie das Katzenklo besser nicht in Küche, Wohn- oder Schlafzimmer stellen. Dennoch ist es wichtig, das es jederzeit gut zugänglich ist, egal, wo sich der Vierbeiner aufhält – das heißt also am besten ein Raum ohne Tür oder Sie halten diese offen.

Einen letzten Punkt gibt es noch zu beachten: Stellen Sie die Katzentoilette in genügend Abstand zur Futterstelle auf. Haben Sie also zum Beispiel einen separaten Raum für Ihre Lieblinge, sollten sich diese beiden Plätze an gegenüberliegenden Seiten befinden. Allgemein stellen viele ihre Toilette allerdings zur menschlichen – ins Bad. Denn das ist ein Raum, in dem wir uns über den Tag verteilt eher selten aufhalten. Auch eine Abstellkammer eignet sich oft gut.

Und wie viele?

Klar, Sie wollen Ihrem Stubentiger den Toilettengang möglichst unbeschwerlich gestalten. Doch was bedeutet das für die Anzahl der Klos? Eine Faustregel, nach der Sie sich in den meisten Fällen richten können, ist jene: eins mehr als Katzen im Haus. Können die Katzen allerdings ins Freie, kann durchaus auch eine Toilette genügen.

Sie fragen sich warum Sie so viele brauchen? Ganz einfach: Die meisten Katzen teilen nicht gern ihr Revier – besonders nicht dann, wenn es um Hygiene geht. Zudem wollen viele Fellnasen gern das Feste vom Flüssigen trennen, weswegen es auch ideal ist, für Einzelkatzen zwei Toiletten bereitzustellen. Ist Ihre Wohnung außerdem sehr groß oder zieht sich über mehrere Etagen, sollten Sie darauf achten, dass zu jeder Zeit eine Toilette leicht und schnell erreichbar ist.

Das braucht es noch: Zubehör

Ganz offensichtlich braucht es mindestens ein Zubehör zum Katzenklo: die Schaufel. Diese ist meist als eine Art Sieb oder mit Querstreben angelegt. Häufig kauft man sie zur Toilette selbst dazu, sie ist jedoch auch einzeln unproblematisch erhältlich. Mit dieser Schaufel haben Sie beim Reinigen den geringsten Aufwand.

Außerdem ein Nice-to-Have ist der Katzenklo-Vorleger. Dabei handelt es sich im Grunde um eine Auffangmatte. Diese liegt in der Regel so aus, dass der Vierbeiner beim Verlassen der Toilette darauf tritt. Auf diesem kurzen Weg verliert er nämlich immer noch etwas Streu, welches z.B. im Fell oder in den Pfoten hängen geblieben ist. Dieses wird dann in der Regel auf der Matte landen, anstatt in der gesamten Wohnung verteilt zu werden.

Katzentoilette mit Deckel

Welche Streu für die Katzentoilette?

Man sieht sie in diversen Supermärkten, Gartencentern, online und im Tierfachgeschäft: die Katzenstreu. Doch die Auswahl scheint schier endlos und gerade als Katzen-Neubesitzer kann es schnell überfordernd werden, die richtige Variante zu finden. Darum stellen wir Ihnen die bekanntesten Arten vor und erläutern ihre Vor- und Nachteile.

Betonitstreu – weit verbreitet & solide

Wohl die meisten Katzenstreusorten bestehen aus Betonit. Dabei handelt es sich im Grunde um ein Gestein, welches aus verschiedenen Tonmaterialien besteht. Aufgrund der einzigartigen Zusammensetzung bringt es eine besonders hohe Saug- und Quellfähigkeit mit, die bei der Nutzung als Einstreu zugute kommt. Übrigens: Je höher der Anteil an Montmorillonit, desto saugfähiger ist die Streu.

Bei der Betonitstreu unterscheiden wir zusätzlich zwischen grob- und feinkörnig sowie klumpend und nicht klumpend. Klumpt die Streu, bildet sie aus dem Urin feste Stücken, die mit der Schaufel leicht entfernt werden können. Der Feinheitsgrad hängt eigentlich ausschließlich von Ihrem eigenen Geschmack und Budget ab, denn umso feiner heißt häufig auch desto preisintensiver.

Welches Streu benutze ich am Besten?

Jedoch bringt diese Katzenstreu auch Nachteile mit sich. Besonders wenn es um den Transport geht, fällt schnell auf, wie schwer sie eigentlich ist. Außerdem werden Sie beim Eingießen häufig eine sehr starke Staubbildung beobachten können. Der wohl größte Minus-Punkt liegt aber im ökologischen Aspekt, denn diese Streu kann nicht vollständig biologisch abgebaut werden.

Öko-Katzenstreu – Umweltbewusstsein beim Geschäft

Unter Öko-Streu verstehen wir in der Regel Katzenstreu, die auf einer Pflanzenbasis hergestellt wird. Auch diese gibt es in klumpend und nicht klumpend – abhängig vor allem davon, welche Pflanzenfasern (häufig Mais) verwendet wurden und welche Eigenschaften diese mitbringen. Sie alle haben jedoch gemeinsam, dass sie weniger stauben, leichter sind und biologisch abgebaut werden können.

Ein weiterer Vorteil wird ersichtlich, wenn man Kitten großziehen möchte. Diese lernen die Welt nämlich zuerst mit der Schnauze kennen und das heißt auch knabbern, knabbern, knabbern. Dieses Unterfangen betrifft auch die Katzenstreu, weswegen die leicht verdaubare, pflanzliche Basis hier wohl die bekömmlichere Wahl ist.

Der größte Nachteil liegt jedoch in der Leichtheit der Streu. Sie neigt dadurch dazu sich im Fell zu verfangen und wird gern in der gesamten Wohnung verteilt. Ein Effekt, den Sie aber durchaus mit einem guten Katzentoiletten-Vorleger begrenzen können. Außerdem wäre zu testen, ob Holzpellets für Ihren Stubentiger eine Alternative darstellen, denn die sind schwerer, binden Gerüche und bilden einfach zu säubernde Klumpen – nur die Katzen tun sich mit dem unebenen Untergrund manchmal schwer.

Silikatstreu – allergikerfreundliche Alternative

Während die oberen beiden Varianten doch (mal mehr, mal weniger) stauben, hält die Silikatstreu einen entscheidenden Vorteil bereit: Staub ist hier fast nicht vorhanden. Da es sich bei Silikaten um Salze und damit um ein natürlich staubfreies Produkt handelt, werden mit dieser Streu auch Allergiker froh.

Zudem ist die Streu wie auch jene auf pflanzlicher Basis sehr leicht und man schleppt sich nicht an ihr zu Tode. Allerdings müssen Sie bei der Reinigung etwas mehr Zeit einplanen, denn diese Variante gibt es ausschließlich klumpenlos.

Das Katzenklo reinigen – das müssen Sie beachten

Sie haben die Katzentoilette gekauft, befüllt und Ihre Samtpfote hat sie gleich eingeweiht? Richtig so, denn dafür war es ja gedacht. Doch das heißt auch, dass wir nun zum nicht so angenehmen Teil kommen. Dennoch: Genau wie Schmusen und Füttern gehört das Reinigen des Katzenklos einfach zum Alltag dazu.

Wann das Katzenklo säubern?

Es ist absolut empfehlenswert das Katzenklo täglich zu säubern. Dazu nehmen Sie einfach die Schaufel zur Hand und filtern die Ausscheidungen aus der sauberen Streu heraus. Stellen Sie sich dann entweder einen separaten (verschließbaren) Mülleimer bereit, in dem Sie die benutzte Streu sammeln, oder Sie verwenden Hundebeutel und bringen sie gleich weg.

Gut zu wissen: Es gibt auch spezielle Mülleimer für diesen Zweck. Diese sind so gestaltet, dass sie Gerüche viel besser nach außen abschließen. So können Sie mehr Streu sammeln, bevor Sie sie entsorgen.

Die Grundreinigung: aus alt mach neu

Zudem sollten Sie die Katzentoilette regelmäßig komplett entleeren, putzen und wieder neu befüllen. Da die Tiere sehr geruchssensibel sind, werden sie bei zu viel Gestank den Gang auf die Toilette meiden und sich stattdessen einen anderen Ort suchen um sich zu erleichtern. Dabei ist es leider mit der täglichen Säuberung nicht getan.

Je nach Katzenstreu und den Gewohnheiten Ihrer Stubentiger sollten Sie einmal in der Woche bis einmal im Monat die Streu komplett wechseln. Schrubben Sie danach die Schale ausgiebig mit einem Schwamm und je nach Geruch mit etwas Essig. Letzterer hilft auch hartnäckige Düfte zu binden und zu entfernen.

Außerdem wichtig: Lassen Sie alle 2 bis 5 Jahre ein neues Katzenklo zum Einsatz kommen. In den Plastikschalen sammeln sich trotz aller Mühe Abfälle und besonders in Kratzern setzt sich Streu permanent fest. Stellen Sie also fest, dass der unangenehme Geruch nicht mehr verfliegt, ist es an der Zeit für ein neues Modell!

Reinigung der Katzentoilette

Hight-Tech im Katzenbadezimmer: selbstreinigende Toiletten

Die Technik macht ständig Fortschritte und so auch wenn es um unsere vierbeinigen Lieblinge geht. Darum gibt es unterdessen auch ein selbstreinigendes Katzenklo. Dieses wird vollelektrisch betrieben. Meist funktioniert es folgendermaßen: Ein Sensor registriert, wenn eine Katze ihr Geschäft verrichtet. Einige Minuten nach dem Verlassen des Häuschens wird ein Rechen ausgefahren, der die Schale von vorn bis hinten durchgeht.

Mögliche Klumpen und Häufchen werden dabei in eine zuvor ausgefahrene, separate Schale gekehrt. Diese ist in der Regel geruchsisoliert und muss nach einem gewissen Zeitraum geleert werden.

Diese clevere Erfindung kann durchaus hilfreich sein und zwar besonders, wenn Sie einmal im Urlaub sind. Wollen Sie dann nämlich die Säuberung der Katzentoilette niemanden zumuten, kann sie das ganz einfach selbst. Und auch so mag sie sicherlich eine Zeitersparnis bereithalten – allerdings für einen stolzen Preis!

Der letzte Schritt: Katzenstreu entsorgen

Sie haben das Katzenklo gereinigt und stehen nun vor der Frage: Wie entsorge ich die Streu? Keine Sorge, was zuerst einmal kompliziert erscheint, ist es in Wirklichkeit nicht unbedingt. Achten müssen Sie hierbei nämlich vor allem auf die Herstellerangaben, die schon auf der Streuverpackung selbst vermerkt sind.

Die Mülltonne – aber welche?

Am bekanntesten und wohl auch am häufigsten genutzt wird die Mülltonne. Und das ist auch richtig so, denn hier gehört die Katzenstreu in aller Regel hin. Dabei gilt: auch wenn auf der Streu selbst vermerkt ist, dass diese kompostierbar ist, heißt das noch lange nicht, dass Sie sie in die Biotonne werfen dürfen. Das entscheidet nämlich am Ende die jeweilige städtische Abfallwirtschaft. Diese führt jedoch meist einen sehr guten Internetauftritt und beschreibt genau, was erlaubt ist und was nicht.

Generell gehört aber, wenn überhaupt, nur Bio-Streu in die grüne (oder braune) Tonne. Alle andere Streu muss generell im Restmüll entsorgt werden, denn schließlich sind hier Fäkalien eingeschlossen, die auch nichts im gelben Sack zu suchen haben.

Interessant für Hausbesitzer ist übrigens auch, dass es Gemeinden gibt, die die Restmülltonnen wiegen. Übersteigt sie ein gewisses Gewicht, dann werden zusätzliche Gebühren erhoben. Auch in diesem Fall kann es sich also lohnen auf Silikat- oder Pflanzenstreu umzusteigen.

Katzenstreu richtig entsorgen – Restmüll

Lieber nicht: der Komposthaufen

Bio-Streu mit Bio-Abfällen kann auf den Komposthaufen, oder etwa nicht? Eigentlich liegt diese Vermutung nahe, jedoch ist sie mit Vorsicht zu genießen. Denn große Mengen Streu – ja, auch ökologische – braucht verhältnismäßig lange um abgebaut zu werden. Geben Sie darum nur in Maßen Katzenstreu auf den Kompost.

Achten Sie außerdem darauf, zuvor alle Klumpen (egal ob aus Urin oder Kot) zu entfernen. Diese sollten unbedingt in den Restmüll geworfen werden. Warum? Katzenurin enthält Salmiak, welches sehr scharf ist und dadurch den Kompost unnutzbar machen kann. Bei Kot hingegen droht die Verseuchung durch Bakterien.

Flutsch und weg: die Toilette

Viele Bio-Streus werben heutzutage damit, dass man sie ganz unkompliziert und schnell in der Toilette entsorgen kann. Jedoch rufen wir Sie hierbei unbedingt zur Vorsicht auf, denn wenn Sie zu viel Streu zu schnell wegspülen, kann es zu Verstopfungen kommen. Ein Besuch vom Klempner wird nötig und den haben Sie als Verursacher zu bezahlen.

Wollen Sie also diesen Weg der Entsorgung nutzen, sollten Sie unbedingt immer nur kleine Klumpen in die Toilette werfen. Zerbrechen Sie große Brocken notfalls mit der Schaufel vor dem Spülen. Außerdem filtern Sie am besten den Kot vorsichtig heraus – dieser stellt jedoch das geringste Risiko dar.

Quellen:

https://www.vet-doktor.de/erziehung-verhalten/katzentoilette-was-beachten/
http://www.einfachtierisch.de/katzen/katzenhaltung/wie-viele-katzenklos-brauchen-katzen-id109635/
https://www.petsnature.de/ratgeber/katzen-ratgeber/katzen-haltung/welche-katzenstreu-ist-die-richtige
https://www.wohnungskatzen-online.de/katzenklo-5-tipps-katzentoilette/
https://www.tiermedizinportal.de/magazin/katzenklo-und-katzenstreu-das-mussen-sie-beachten/435343#wbounce-modal
https://haustiertests.de/blog/katzenstreu-entsorgen-anleitung/
https://www.giga.de/unternehmen/kickstarter/news/sauber-und-ohne-gerueche-dieses-elektrische-katzenklo-ist-die-zukunft/
https://www.katzenkitten.com/katzenklo-und-katzenstreu